77 Beauftragten-Rollen, alle abgedecktArt. 33 DSGVO, 72 Stunden zur Meldung einer Datenpanne93 Controls nach ISO/IEC 27001:2022905 einsatzbereite Audit-Vorlagen im Workspace§ 130 OWiG, Aufsichtspflicht der GeschäftsleitungBestellurkunde, unterschrieben, abgelegt, belegbarEin Workspace für Aufgaben, Schulungen, Audits, DokumentationDIN 14095 Feuerwehrpläne, standardisiertEU AI Act, weltweit erste horizontale KI-Verordnung77 Beauftragten-Rollen, alle abgedecktArt. 33 DSGVO, 72 Stunden zur Meldung einer Datenpanne93 Controls nach ISO/IEC 27001:2022905 einsatzbereite Audit-Vorlagen im Workspace§ 130 OWiG, Aufsichtspflicht der GeschäftsleitungBestellurkunde, unterschrieben, abgelegt, belegbarEin Workspace für Aufgaben, Schulungen, Audits, DokumentationDIN 14095 Feuerwehrpläne, standardisiertEU AI Act, weltweit erste horizontale KI-Verordnung
ESG bei Allianz Global Investors: Was Unternehmen über Investor-Anforderungen wissen muessen
ESG & Nachhaltigkeit

ESG bei Allianz Global Investors: Was Unternehmen über Investor-Anforderungen wissen muessen

26. August 202612 Min. LesezeitVon Dr. Henrik Bauer
CIVAC

Allianz Global Investors verwaltet rund 555 Mrd. Euro und prüft Beteiligungen entlang strenger ESG-Kriterien. Was bedeutet das für Mittelstand und Konzerne als Investee? Eine Einordnung der Anforderungen, Berichtspflichten und operativen Konsequenzen.

Allianz Global Investors (Allianz GI) verwaltet per Q4 2025 rund 555 Mrd. Euro Assets under Management und unterliegt der EU-Offenlegungsverordnung SFDR (VO 2019/2088) sowie der CSRD-Richtlinie 2022/2464. Beide Regelwerke verpflichten den Asset Manager, für Artikel-8- und Artikel-9-Fonds detaillierte ESG-Kennzahlen seiner Portfoliounternehmen offenzulegen. Daraus entstehen konkrete Berichtspflichten für jedes Unternehmen, das Allianz GI als Investor im Cap Table führt oder als Anleiheglaeubiger akzeptiert.

Dieser Artikel ordnet ein, welche ESG-Anforderungen Allianz GI an Investees stellt, welche Fragebogen typischerweise eintreffen, wie der Stewardship-Dialog ablaeuft und welche operativen Strukturen Sie als Portfoliounternehmen brauchen. Er beschreibt keinen Werbeprospekt des Asset Managers, sondern die Compliance-Sicht: Was muessen Sie liefern, in welcher Form, und welche Funktion sammelt und verantwortet die Daten intern?

Auf einen Blick

  • Allianz GI stuetzt sich auf SFDR Art. 8/9, CSRD und einen eigenen Stewardship Code; jedes Portfoliounternehmen wird entlang PAI-Indikatoren bewertet.
  • Die 14 verpflichtenden PAI-Kennzahlen reichen von Scope-1/2/3-Emissionen über Gender Pay Gap bis zu Menschenrechtsverstoessen in der Lieferkette.
  • Ohne strukturierten ESG-Beauftragten mit Berichtslinie zur Geschäftsfuehrung verpassen Sie Fristen; CIVAC stellt Workspace, Vorlagen und auf Wunsch den Beauftragten.

Allianz Global Investors im Kontext: Wer fragt, was zaehlt

Allianz Global Investors ist die institutionelle Asset-Management-Tochter der Allianz SE und verwaltet per Q4 2025 rund 555 Mrd. Euro für Pensionsfonds, Versicherer und Family Offices. Der Asset Manager unterliegt EU-Recht und nicht nur freiwilligen Codes, womit jede Anfrage an ein Portfoliounternehmen einen regulatorischen Hintergrund hat.

Relevant sind insbesondere drei Rechtsrahmen: die Offenlegungsverordnung SFDR (VO 2019/2088) mit ihrer Klassifikation in Artikel 6, 8 und 9, die Corporate Sustainability Reporting Directive CSRD (RL 2022/2464) mit den European Sustainability Reporting Standards ESRS, sowie die EU-Taxonomie-Verordnung (VO 2020/852). Allianz GI muss aus diesen Quellen Daten generieren, die nur aus den Investees stammen koennen.

Hinzu kommt der hauseigene Allianz GI Sustainability and Stewardship Statement sowie die Mitgliedschaft im UN PRI und in der Net Zero Asset Managers Initiative. Diese Verpflichtungen schlagen auf jeden einzelnen Beteiligungsdialog durch, von der Fragebogen-Form bis zur Eskalationsstufe bei mangelnden Antworten.

Fuer das Portfoliounternehmen heisst das: Sie beantworten nicht eine Marketingumfrage, sondern liefern aufsichtsrelevante Daten. Falsche oder zu spaete Angaben erschweren dem Asset Manager die SFDR-Periodic-Reports und koennen das Engagement-Verhaeltnis belasten. Diese Realitaet bestimmt Form und Frequenz der Anfragen.

Operativ bedeutet das eine zentrale Funktion für die Beantwortung. Der ESG-Beauftragte sollte Bestellurkunde, Berichtslinie zur Geschäftsfuehrung und Zugriff auf alle relevanten Datenquellen besitzen. Andernfalls verteilen sich Anfragen ad hoc, Fristen verstreichen, Doppelungen entstehen.

SFDR Artikel 8 und 9: Welche Datenpunkte Allianz GI von Investees verlangt

Die SFDR unterscheidet drei Fondskategorien. Artikel-6-Fonds berücksichtigen Nachhaltigkeitsrisiken nur passiv. Artikel-8-Fonds bewerben oekologische oder soziale Merkmale aktiv. Artikel-9-Fonds verfolgen ein konkretes Nachhaltigkeitsziel und unterliegen den strengsten Offenlegungspflichten gemäß Delegierter Verordnung 2022/1288.

Fuer Investees übersetzt sich das in konkrete Datenpunkte. Die 14 obligatorischen Principal Adverse Impact Indicators reichen von Treibhausgasemissionen Scope 1, 2 und 3 über Carbon Footprint und GHG-Intensitaet bis zu Verstoessen gegen UN Global Compact und OECD-Leitsaetze. Hinzu kommen Gender Pay Gap, Boardroom Gender Diversity und die unbereinigte CEO/Median-Pay-Ratio.

Allianz GI versendet daher regelmäßig Fragebogen, die nicht nur Kennzahlen abfragen, sondern auch Methodik, Datenstand und externe Verifizierung. Antworten muessen quellengestuetzt sein, der Fragebogen verlangt typischerweise Verweise auf Geschäftsberichte, ESG-Berichte und Drittpartei-Assurance nach ISAE 3000 oder ISAE 3410.

Schwierig wird die Beantwortung dort, wo Mittelstaendler historisch keine Scope-3-Datenarchitektur betrieben haben. Die GHG-Protocol-Kategorien 1 bis 15 verlangen Lieferkettendaten, Produktnutzungsemissionen und Investitionsemissionen. Ohne CSRD-Vorbereitung sind diese Werte nicht aus dem Stand verfuegbar.

CIVAC stellt 37 Audit- und Berichtsvorlagen bereit, darunter PAI-Mapping, ESRS-Datenpunkt-Cross-Walks und Lieferkettenfragebogen. Der Workspace dokumentiert Quelle, Verantwortlichen und Prüfstand je Datenpunkt. Bestellurkunde, unterschrieben, abgelegt, belegbar.

Lizenzieren Sie den Workspace für Ihre internen Beauftragten, oder lassen Sie unsere Beauftragten bestellen. Beide Modelle erfuellen die formellen Anforderungen aus § 80c EnWG, IDW-Prüfungshinweisen und der CSRD-Prüfpflicht.

CSRD-Berichtspflicht 2026: Was sich für Portfoliounternehmen aendert

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive RL 2022/2464 weitet die EU die Berichtspflicht massiv aus. Ab Geschäftsjahr 2025 berichten grosse kapitalmarktorientierte Unternehmen, ab 2026 alle grossen Kapitalgesellschaften nach HGB-Schwellenwerten, ab 2027 boersennotierte KMU. Die Standards heissen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und sind in der Delegierten Verordnung 2023/2772 verankert.

ESRS umfasst zwei Querschnittstandards (ESRS 1 und 2) sowie zehn thematische Standards entlang E, S und G. Insgesamt sind rund 1.144 quantitative und qualitative Datenpunkte zu betrachten, davon nach Wesentlichkeitsanalyse meist 200 bis 600 tatsaechlich berichtspflichtig. Die Wesentlichkeitsanalyse selbst ist nach ESRS 1 doppelt zu führen: Impact Materiality und Financial Materiality.

Allianz GI nutzt CSRD-Daten als Primaerquelle für SFDR- und Stewardship-Zwecke. Wer CSRD korrekt berichtet, reduziert parallele Fragebogen erheblich. Wer nicht berichtet oder mangelhaft, riskiert Engagement-Eskalation bis hin zu Abstimmungsverhalten gegen den Aufsichtsrat in der Hauptversammlung.

Prüfpflicht: Die CSRD verlangt eine externe Assurance, zunaechst mit begrenzter Sicherheit (limited assurance), spaeter mit hinreichender Sicherheit (reasonable assurance). Die Prüfung übernehmen meist Wirtschaftspruefer oder akkreditierte unabhängige Assurance Service Provider. Ohne strukturierte Dokumentation faellt die Prüfung schwer.

Operative Konsequenz: ESG-Datenmanagement gehoert nicht in Excel-Tabellen einzelner Fachabteilungen. Andere führen Compliance wie einen Aktenschrank. Wir führen sie wie Software. Der CIVAC-Workspace bildet ESRS-Datenpunkte als versionierte Felder mit Quelle, Verantwortlichem, Prüfstand und Änderungshistorie ab, EU-Datenresidenz inklusive.

Stewardship und Engagement: Wie Allianz GI mit Investees spricht

Stewardship beschreibt die aktive Wahrnehmung von Aktionaersrechten und den Dialog mit Beteiligungsunternehmen. Allianz GI veroeffentlicht jaehrlich einen Stewardship Report und ist Unterzeichner des UK Stewardship Code 2020 sowie der deutschen Erklaerungen nach § 134b AktG (ARUG II).

Der Engagement-Prozess folgt einer typischen Eskalationslogik. Stufe 1 ist der schriftliche Dialog mit IR oder Sustainability Officer. Stufe 2 ist das persoenliche Gespraech mit Vorstand oder Aufsichtsrat. Stufe 3 ist die kollaborative Initiative gemeinsam mit anderen Investoren, etwa über Climate Action 100+ oder IIGCC. Stufe 4 ist das Abstimmungsverhalten in der Hauptversammlung, bis hin zu Gegenantraegen.

Themen 2025/2026 schwerpunktmaessig: Net-Zero-Transition-Plaene nach TPT-Framework, Biodiversitaet im Sinne der TNFD-Empfehlungen, Menschenrechte in der Lieferkette nach UN Guiding Principles und CSDDD (RL 2024/1760), sowie Pay-Versus-Performance bei Vorstandsverguetung.

Wer als Portfoliounternehmen den Dialog ernst nimmt, profitiert. Allianz GI dokumentiert in Engagement-Reports, mit welchen Unternehmen sie konstruktiv arbeiten. Diese Reputation wirkt auf andere Investoren, Indexanbieter und ESG-Ratings wie MSCI ESG, Sustainalytics und ISS ESG zurück.

Vorbereitung heisst: Vorab eine Position zu allen Engagement-Themen schriftlich fixieren, Verantwortliche benennen, Antwortzeiten definieren. Der Prüfer ruft an, der Nachweis liegt bereit. Eine zentrale Berichtslinie zwischen ESG-Beauftragtem und Geschäftsfuehrung ist Pflicht, nicht Kuer.

ESG-Ratings: Wie Allianz GI bewertet und welche Quellen einfliessen

Allianz GI nutzt keine einzelne Ratingquelle, sondern aggregiert. Wichtige Inputs sind MSCI ESG Research mit Skala AAA bis CCC, Sustainalytics ESG Risk Rating mit Risikoscore 0 bis 100, ISS ESG Corporate Rating, S&P Global ESG Score sowie eigene Research-Teams in Frankfurt, London und Hongkong. Hinzu kommen Daten von CDP zu Klima, Wasser und Wald sowie Transition-Pathway-Initiative-Scores.

Die Methodiken unterscheiden sich erheblich. MSCI gewichtet wesentliche Branchenthemen relativ zu Peers. Sustainalytics misst absolutes Risiko unterteilt in Exposure und Management. Die Korrelation zwischen den grossen Rating-Anbietern liegt empirisch bei rund 0,3 bis 0,5. Dieselbe Unternehmensrealitaet kann also unterschiedlich bewertet werden.

Fuer Investees ist relevant, dass die Eingangsdaten haeufig aus öffentlichen Quellen stammen: Geschäftsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Pflichtveroeffentlichungen, Website. Wer dort keine konsistenten ESG-Daten publiziert, erhaelt automatisch konservative, oft schlechtere Scores. Korrekturen über Issuer-Feedback-Prozesse sind möglich, dauern aber Wochen.

Empfehlung: Strukturierte Single-Source-of-Truth für ESG-Daten etablieren, daraus Bericht, Investor-Fragebogen und Rating-Inputs ableiten. So entstehen keine Widersprueche zwischen Geschäftsbericht, CDP-Antwort und SFDR-Fragebogen. Genau das ist die Funktion eines digitalen Beauftragten-Workspaces.

CIVAC verknuepft Datenpunkte über Mapping-Tabellen mit MSCI-, Sustainalytics- und CDP-Schemata. Änderungen in einem Feld propagieren in alle abhaengigen Berichte. Audit-fest, dokumentiert, § ESRS-fest. Lizenzieren Sie den Workspace für Ihre internen Beauftragten, oder lassen Sie unsere Beauftragten bestellen.

Net-Zero-Verpflichtungen und Transition Plans: Was Allianz GI sehen will

Allianz GI ist Unterzeichner der Net Zero Asset Managers Initiative und hat Ziele bis 2030 und 2050 publiziert. Daraus folgt: Jedes Portfoliounternehmen mit nennenswertem Emissionsbeitrag muss einen Transition Plan vorlegen, der mit dem 1,5-Grad-Pfad nach IEA Net Zero by 2050 kompatibel ist.

Der Rahmen Transition Plan Taskforce TPT, von der britischen FCA aufgegriffen und 2024 in die ISSB-Standards integriert, definiert fuenf Elemente: Foundations, Implementation Strategy, Engagement Strategy, Metrics & Targets, Governance. Allianz GI fragt diese Struktur explizit ab und akzeptiert keine vagen Net-Zero-Versprechen ohne Zwischenziele.

Konkrete Pflichtangaben: Scope-1- und Scope-2-Reduktionspfade in absoluten Tonnen, Scope-3-Strategien mit Lieferantenmanagement, Capex-Anteil für klimakompatible Investitionen, interne CO2-Bepreisung in Euro pro Tonne, Verguetungs-Verknuepfungen mit Klimazielen. Letzteres bezieht sich auf § 87 Abs. 1 AktG und die ARUG-II-Pflicht zur nachhaltigen Verguetungspolitik.

Wer den Transition Plan ernst nimmt, dokumentiert nicht nur das Ziel, sondern den Pfad: jaehrliche Meilensteine, Verantwortliche, Budgets, Annahmen. Diese Granularitaet brauchen Investoren wie Allianz GI, um den Plan in eigene Net-Zero-Berichte zu übersetzen.

Ein dezidierter ESG-Beauftragter mit Bestellurkunde und Berichtslinie zur Geschäftsfuehrung verantwortet den Transition Plan operativ. CIVAC stellt Vorlagen für alle fuenf TPT-Elemente bereit, inklusive Capex-Klassifikation nach EU-Taxonomie-Verordnung 2020/852.

Lieferkette und Menschenrechte: CSDDD, LkSG und Allianz GI

Die EU-Lieferkettenrichtlinie CSDDD (RL 2024/1760) und das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz LkSG ergaenzen sich. LkSG gilt seit 2024 für Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern, CSDDD wird ab 2027 stufenweise angewendet. Beide Regelwerke verlangen Risikoanalyse, Praeventionsmassnahmen, Beschwerdeverfahren und jaehrliche Berichterstattung.

Allianz GI bewertet Investees zunehmend entlang dieser Pflichten. Eine fehlende oder oberflaechliche LkSG-Risikoanalyse signalisiert dem Asset Manager schwache Governance. Negative Medienberichterstattung zu Lieferanten, etwa zu Zwangsarbeit in Xinjiang oder Kinderarbeit in Kobaltminen, fliesst direkt in Engagement-Eskalationen ein.

Pflichtelemente nach §§ 4 bis 10 LkSG: Grundsatzerklaerung, Risikoanalyse für eigenen Geschäftsbereich und unmittelbare Zulieferer, ggf. mittelbare Zulieferer bei Substantiated Knowledge, Praeventionsmassnahmen, Abhilfemassnahmen, Beschwerdeverfahren nach § 8 LkSG, Dokumentation und Bericht an das BAFA.

Operative Konsequenz: Sie brauchen einen Lieferkettenbeauftragten mit Mandat und Bestellurkunde, eine funktionierende Beschwerdestelle in mehreren Sprachen, sowie Schnittstellen zu Einkauf und Lieferantenmanagement. Frist laeuft ab Kenntnis: Sobald substantiierte Kenntnis über Verstoesse vorliegt, beginnt die Pflicht zur Tiefenpruefung.

CIVAC bildet diese Pflichten als verknuepfte Auftragsroutinen ab. Risikoanalyse, Lieferantenfragebogen, Beschwerdestelle und BAFA-Bericht teilen eine Datenbasis. Andere führen Compliance wie einen Aktenschrank. Wir führen sie wie Software. Lizenzieren Sie den Workspace für Ihre internen Beauftragten, oder lassen Sie unsere Beauftragten bestellen.

Governance-Anforderungen: Vorstand, Aufsichtsrat und Verguetung

ESG ist nicht nur E und S. Governance umfasst die Strukturen, die die anderen Dimensionen erst durchsetzbar machen. Allianz GI prüft daher Aufsichtsratszusammensetzung, Diversitaet, Unabhängigkeit, Ausschussstrukturen und Verguetungspolitik gemäß Aktiengesetz (§§ 87, 100, 161 AktG) und Deutschem Corporate Governance Kodex.

Erwartungen 2025/2026 schwerpunktmaessig: Mindestens 30 Prozent Frauenanteil im Aufsichtsrat boersennotierter Gesellschaften nach FueG, mehrheitlich unabhängige Mitglieder, dedizierter Prüfungsausschuss mit Finanzexpertise nach § 100 Abs. 5 AktG, und ein Nachhaltigkeits- oder ESG-Ausschuss bei wesentlicher ESG-Exposition.

Bei der Vorstandsverguetung erwartet Allianz GI eine substanzielle Verknuepfung von Long-Term-Incentives mit Klimazielen, idealerweise wissenschaftsbasiert nach SBTi validiert. Pay-Versus-Performance-Disclosure orientiert sich an den US-amerikanischen SEC-Anforderungen und ist in Deutschland bei DAX-40-Unternehmen Marktstandard geworden.

Stimmrechtsausuebung in der Hauptversammlung folgt dokumentierten Voting Guidelines. Allianz GI veroeffentlicht Abstimmungsergebnisse pro Beschluss. Gegenstimmen erfolgen typischerweise bei Entlastung trotz schwerwiegender Vorfaelle, bei nicht nachvollziehbarer Verguetung oder bei Vorstandsanleihen ohne Performance-Hebel.

Operativ heisst das: Der Compliance- und der ESG-Beauftragte arbeiten eng mit Investor Relations zusammen. CIVAC verbindet Berichtslinien, Bestellurkunden und Audit-Vorlagen über alle 25 Beauftragten-Rollen. Bestellurkunde, unterschrieben, abgelegt, belegbar.

Aus dem Lesen einen Auftrag machen: CIVAC für ESG-Reporting an Asset Manager

Allianz Global Investors und andere grosse Asset Manager werden in den kommenden Jahren ihre ESG-Anforderungen weiter standardisieren und automatisieren. Investees, die jetzt strukturieren, sparen ab 2026 erheblich Aufwand. Investees, die warten, geraten in eine Eskalationsspirale: zusaetzliche Fragebogen, kritische Engagement-Gespraeche, Gegenstimmen in der HV.

CIVAC ist Compliance-Plattform und Officer-as-a-Service. Wir bieten zwei Modelle, beide für den ESG-Use-Case ausgelegt. Modell eins: Sie lizenzieren den Workspace für Ihre internen Beauftragten und nutzen 490 Audit-Vorlagen, PAI-Mapping, ESRS-Cross-Walks, TPT-Vorlagen und Lieferanten-Fragebogen. Modell zwei: Sie lassen unseren externen ESG-Beauftragten bestellen, mit Bestellurkunde, Berichtslinie zur Geschäftsfuehrung und 2-Werktage-SLA.

Die Plattform liegt auf EU-Datenresidenz, ist nach ISO/IEC 27001:2022 mit 93 Controls aufgesetzt und integriert die Berichtslinien aller relevanten Rollen, vom Datenschutzbeauftragten bis zum Lieferkettenbeauftragten. Datenpunkte laufen einmal ein und naehren parallel CSRD-Bericht, SFDR-Fragebogen, MSCI-Issuer-Feedback und Engagement-Antworten an Allianz GI.

Andere führen Compliance wie einen Aktenschrank. Wir führen sie wie Software. Der Prüfer ruft an, der Nachweis liegt bereit, auch dann, wenn der Prüfer kein Wirtschaftspruefer, sondern ein Sustainability Analyst aus Frankfurt oder Hongkong ist.

Lizenzieren Sie den Workspace für Ihre internen Beauftragten, oder lassen Sie unsere Beauftragten bestellen. Aus dem Lesen einen Auftrag machen: info@civac.de oder Kontaktformular auf civac.de. Wir antworten innerhalb von 2 Werktagen mit konkretem Vorschlag.

FAQ

Welche Rechtsgrundlage zwingt Allianz Global Investors, ESG-Daten von Investees abzufragen?

Die EU-Offenlegungsverordnung SFDR (VO 2019/2088) und die Delegierte Verordnung 2022/1288 verpflichten Asset Manager wie Allianz GI, Principal Adverse Impact Indicators jaehrlich zu publizieren. Zusaetzlich verlangt die CSRD (RL 2022/2464) Datenpunkte entlang der ESRS, die Allianz GI nur aus dem direkten Dialog mit Portfoliounternehmen erhalten kann.

Welche 14 Principal Adverse Impact Indicators sind verpflichtend?

Pflicht sind Scope-1/2/3-Emissionen, Carbon Footprint, GHG-Intensitaet, Engagement in fossilen Brennstoffen, Energieverbrauchsintensitaet, biodiversitaetssensible Standorte, Wasserstress, Gefahrenabfaelle, Verstoesse gegen UN Global Compact und OECD-Leitsaetze, fehlende Prozesse zur Überwachung dieser Standards, unbereinigter Gender Pay Gap, Boardroom Gender Diversity sowie Engagement in kontroversen Waffen. Hinzu kommen optionale Indikatoren.

Was passiert, wenn unser Unternehmen den Allianz-GI-Fragebogen nicht ausfuellt?

Allianz GI dokumentiert die Nicht-Beantwortung im internen Engagement-Tracking. Folge sind verstaerkte direkte Anfragen, Eskalation an Vorstand oder Aufsichtsrat, kollaborative Initiativen mit anderen Investoren und im Zweifel Gegenstimmen oder Enthaltung bei Hauptversammlungsbeschluessen. Bei Anleihe-Investments kann das Engagement das Pricing zukuenftiger Emissionen beeintraechtigen.

Brauchen wir einen externen ESG-Beauftragten oder reicht eine interne Funktion?

Beides ist zulässig. Entscheidend sind Bestellurkunde, dokumentierte Berichtslinie zur Geschäftsfuehrung und nachweisbare Fachkunde. CIVAC bietet beide Wege als Compliance-Plattform und Officer-as-a-Service. Lizenzieren Sie den Workspace für Ihre internen Beauftragten, oder lassen Sie unsere Beauftragten bestellen, je nach Größe und Komplexitaet des Hauses.

Wie unterscheidet sich CSRD-Bericht von SFDR-Fragebogen in der Praxis?

Der CSRD-Bericht ist die strukturierte Veroeffentlichung nach ESRS im (Lage-)Bericht des Geschäftsjahres und unterliegt externer Prüfung. Der SFDR-Fragebogen ist ein bilateraler Datenaustausch zwischen Investor und Investee, oft mit weiteren Datenpunkten, die über den CSRD-Pflichtumfang hinausgehen. Gute CSRD-Berichte reduzieren den SFDR-Aufwand erheblich.

Ab welcher Unternehmensgroesse ist eine strukturierte ESG-Funktion sinnvoll?

Spaetestens ab Aufnahme eines institutionellen Investors wie Allianz GI in den Cap Table oder ab Erreichen der CSRD-Schwellenwerte (250 Mitarbeitende, 50 Mio. Euro Umsatz, 25 Mio. Euro Bilanzsumme, zwei der drei Kriterien) ist die Funktion Pflicht. CIVAC bietet skalierbare Modelle ab 2 Werktagen SLA.

Unverbindlich

Klingt nach viel Arbeit?

Beauftragten-Pflichten, Fristen, Nachweise — genau das nehmen wir dir ab. Sag kurz Hallo, wir zeigen dir wie.

Aus dem Beitrag ein Mandat machen.

Wir übernehmen die operative Last: externer Beauftragter, Vorlagen und Dokumentation in einem Workspace. Unverbindlich.

Weitere Beiträge